Deutschland hat beschlossen, eine Tochtergesellschaft des russischen Konzerns Gazprom zu verstaatlichen

November 15, 2022
08:00
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November 15, 2022
08:00

Der Schritt der deutschen Regierung wird SEFE vor dem Bankrott bewahren


Das deutsche Energieministerium teilte mit, dass die deutsche Regierung beschlossen hat, den ehemaligen Handelsarm der russischen Gazprom, SEFE (Securing Energy for Europe GmbH), früher bekannt als Gazprom Germania, zu verstaatlichen. Dies war ein weiterer Schritt zur Überwindung des wirtschaftlichen Schocks, der durch die Entscheidung Russlands, die Erdgaslieferungen an die Europäische Union drastisch zu kürzen, verursacht wurde. Seit Russland den Betrieb von SEFE im April eingestellt hat, steht das Unternehmen unter der Kontrolle der deutschen Behörden.


Es wird berichtet, dass SEFE zu 100 % von der deutschen Regierung übernommen wird. Darüber hinaus wird Deutschland das Unternehmen vor dem Konkurs bewahren, indem es sein Darlehen an das Unternehmen auf 13,8 Milliarden Euro erhöht. Die hohen Schulden von SEFE und die drohende Insolvenz würden Deutschland in die Gefahr bringen, die sichere Erdgasversorgung in naher Zukunft zu unterbrechen, so das Energieministerium.


Dies ist das zweite Mal in kurzer Zeit, dass die deutsche Regierung beschlossen hat, ein Unternehmen zu verstaatlichen, das eine wichtige Rolle auf dem Erdgasversorgungsmarkt spielt. Im September kündigten die deutschen Behörden die Verstaatlichung der Uniper SE, des größten deutschen Gasimporteurs, an. Außerdem war das Unternehmen mit Schulden in Höhe von über 8 Milliarden Euro in der Verlustzone.


Es sei daran erinnert, dass die drastische Reduzierung der russischen Erdgaslieferungen nach Europa zu einer Verknappung des Gases und steigenden Preisen auf den Weltmärkten geführt hat. Die Regierung von Olaf Scholz musste die Öffentlichkeit sogar vor möglichen Stromausfällen im kommenden Winter warnen. Darüber hinaus haben die deutschen Behörden ein Maßnahmenpaket in Höhe von 200 Milliarden Euro ausgearbeitet, um Unternehmen und Privatpersonen bei der Bewältigung der Folgen des Energiepreisanstiegs zu unterstützen.

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